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Karma Ngedon Gyatso, 38, Mönch hatte sich am 6. August in Kathmandu, Nepal, selber verbrannt

Gemäss Augenzeugen aus Kathmandu hat sich am 6. Augst in der Stupa von Bodnath, Kathmandu, erneut ein Tibeter selber in Brand gesetzt.  Der 38jährige tibetische Mönch Karma Ngedon Gyatso war offenbar infolge einer Kinderlähmung an den Beinen gelähmt und starb noch am Ort innerhalb des Stupagebiets nachdem er sich sleber mit Kerosen übergossen und angezündet hatte. Er erreichte das Exil  aus Tibet im Oktober  2011.  Tibeter, die ihn kannten, bezeichneten ihn als tief religiös.

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Dies ist die zweite Selbstverbrennung eines Tibeters in Nepal, nachdem sich am 13. Februar 2013 auch in Bodnath, in der Nähe der weltbrühmten Stupa, ein Tibeter durch  eine Selbstverbrennung das Leben genommen hatte. Damals reagierten die Behörden Nepals auf Geheiss Chinas mit starken Repressionen gegen die tibetische Flüchtlingsgemeinschaft in Kathmandu.

Mit finanzieller Unterstützung der Chinesen installierten die nepalesischen Behörden in den letzten Monaten viele Überwachungskameras um die Stupa von Bodnath und andern strategischen Orten Kathmandus. Es gibt Gerüchte, dass das System mit Gesichtserkennungssoftware ausgerüstet sei.

Aus Protest gegen die andauernde Besetzung Tibets durch China haben sich bis heute über 120 Menschen in Tibet selber verbrannt.

Chinas Reaktionen auf diese verzweifelten Protestaktionen im bestzten Gebiet sind durch noch stärkere  Unterdrückung gezeichnete Polizeimassnahmen und Repression der Familien der Brandopfer.

tibetfocus.com

Quellen: SMS-Dienst Kathmandu, ICT

 

rfa.org, 6. August 2013 

Wieder Selbstverbrennung in Nepal: Tibetischer Mönch stirbt
Heute verbrannte sich in Nepal ein tibetischer Mönch, um gegen Pekings Herrschaft in Tibet zu protestieren, und starb auf der Stelle. Es ist die dritte Selbstverbrennung eines Tibeters in dem kleinen Land.

Karma Ngedon Gyatso, 39, brachte Butterlämpchen dar und rezitierte Gebete, ehe er sich bei der Boudhanath Stupa, einer berühmten Stätte für buddhistische Pilger in Kathmandu, wo viele Tibeter wohnen, in Brand setzte.

Eine Augenzeugin sagte, der Mönch sei mit gekreuzten Beinen dagesessen, als sie bemerkte, daß sein Schoss brannte. „Ich dachte, er habe Feuer gefangen, als er die Butterlämpchen anzündete. Aber dann sah ich, wie er sich eine Flasche Flüssigkeit, vermutlich Benzin, über den Kopf goss und direkt vor meinen Augen in Flammen aufging“.

„Er gab keinen Ton von sich, so weit ich es beurteilen kann. Ich rief um Hilfe. Dann kniete er in einer kauernden Stellung hin, sein Gesicht war verzerrt, aber er schrie überhaupt nicht“. „Zwei Minuten später goss ein Passant einen Eimer Wasser über ihn und löschte das Feuer. Ein anderer kam mit einem Feuerlöscher angerannt. Die Kleider des Mönches waren völlig verbrannt“. „Nach 15 Minuten traf die Polizei ein und nahm seinen in ein rotes Tuch gewickelten Körper mit“.

Er wurde in das Lehr-Hospital der Tribhuvan Universität geschafft, wo er für tot erklärt wurde. Die Pilgerstätte wurde sofort von der Polizei besetzt, die neue Sicherheitsmassnahmen getroffen hat.

Karma Ngedon Gyatso, gebürtig auf dem Bezirk Damshung in der TAR, „verbrannte sich an der heiligen Boudhanath Stupa an der Stelle, wo die Leute ihre Niederwerfungen machen“, teilte eine Quelle RFA mit. „Ich sah, wie die nepalische Polizei ihn auf einer hölzernen Bahre wegbrachte“.

Die Polizei bestellte die lokalen tibetischen Gemeindeführer zu einer Befragung wegen dieses tödlichen Vorfalls ein.
Aus einem Dokument, das RFA erhielt, geht hervor, daß Gyatso, dessen Vater Jamyang Tashi und dessen Mutter Ugyen heißen, von Tibet aus zuerst nach Indien gereist war, ehe er Ende Januar in Nepal ankam. Karma Ngedon Gyatso, der wegen einer schweren Behinderung nicht gehen kann, floh im Oktober 2011 ins Exil. Tibeter, die ihn kannten, beschrieben ihn als tief religiös.

Die Selbstverbrennung ist die dritte bisher in Nepal und die fünfte unter Tibetern im Exil. Die zwei davor liegenden geschahen auch an der Boudhanath Stupa.

Im Februar legte ein 25jähriger tibetischer Mönch, Drongchen Tsering, Feuer an sich und starb. Auf Anweisung der nepalischen Behörden wurde sein Körper heimlich bei Nacht verbrannt, ohne daß die buddhistischen oder andere religiöse Rituale vollzogen worden wären, und das trotz wiederholter Bitten der tibetischen Gemeinschaft, daß zumindest Mönche dabei sein und Gebete darbringen dürften.

Über die erste tibetische Selbstverbrennung in Nepal wurde im November 2011 berichtet, als ein Mönch, namens Bhutok sich mit einer tibetischen Flagge umwickelte und dann anzündete. Buddhistische Pilger an der Stupa konnten die Flammen schnell löschen, so daß er überlebte.

Über 20.000 tibetische Flüchtlinge leben in Nepal. Chinas Umgang mit Nepal wird immer aggressiver, es verlangt von Kathmandu, alle irgendwie politisch anmutenden Aktivitäten der Tibeter zu unterbinden und bei der Kontrolle der Bewegung von Tibetern in beiden Richtungen über die gemeinsame Grenze aktiv mitzuwirken.

 

Link zur Hintergrundseite „Selbstverbrennungen von Tibetern“ der ICT

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