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Belehrungen des Dalai Lama in der Schweiz sind beendet

Nach intensiven buddhistischen Belehrungen reist der Dalai Lama heute Montag wieder ab.

Verabschiedet wird er in Basel von seinen tibetischen Landsleuten.

 

Ankunft des Dalai Lama

Heute am frühen Morgen ist S.H. der Dalai Lama in Kloten gelandet. Knapp vor dem Flug in die Schweiz wurde Seine Heiligkeit am „National Prayer Breakfast“ in den USA von Präsident Obama als „guter Freund“ willkommen geheissen.

In der Schweiz wird der Dalai Lama am Samstag und Sonntag Unterweisungen in Basel halten. Tausende Tickets für die Veranstaltung waren schon seit Monaten ausverkauft.

 

20min (CH), 5.2.15, Dominique Artacho

So logiert der Dalai Lama am Wochenende in Basel

Am Freitag kommt das geistliche Oberhaupt der Tibeter nach Basel. Die Vorbereitungen laufen und für das Wohl des Friedensnobelpreisträgers ist gesorgt.

Seine Heiligkeit, der 14. Dalai Lama, kommt zu Besuch nach Basel. Am 7. und 8. Februar wird er buddhistische Zeremonien und Vorträge in der St. Jakobshalle halten. Dazu eingeladen wurde er von der Tibeter Gemeinschaft in der Schweiz und in Liechtenstein (TGSL).

«Wir Tibeter freuen uns sehr, unseren geistlichen und religiösen Lehrer, der zugleich Symbol von Tibet und dem tibetischen Volk ist, hier in Basel begrüssen zu dürfen», sagt Kelsang Gyaltsen, Sonderbeauftragter des Dalai Lama. Als langjähriger Mitarbeiter kennt er die Gewohnheiten Seiner Heiligkeit bestens.

Mit grossem Gefolge

Bereits am 6. Februar reist der Dalai Lama aus den USA nach Basel. «Gewöhnlich fliegt er in der Business-Class», sagt Gyaltsen – so auch dieses Mal. Der Flug werde jeweils von der einladenden Organisation gebucht: «Aus zeitlichen Gründen wird er manchmal auch in einem Privatflugzeug eingeflogen.»

Nach der Landung wird das geistliche Oberhaupt von den Organisatoren abgeholt. «Üblicherweise stellt die Regierung ein geschütztes Auto und Polizei- und Personenschutz zur Verfügung», so der Sonderbeauftragte. Daneben habe der Dalai Lama jedoch immer drei private Sicherheitsleute dabei. Zählt man seine Assistenten, Sekretäre und Übersetzer noch mit dazu, ergibt das eine Gefolgschaft von gut zehn Personen.

Mit wenig Gepäck unterwegs

Vom Flughafen aus geht es zum Hotel, welches aus sicherheitstechnischen Gründen nicht namentlich erwähnt wird. Nur so viel: Bei seinem letzten Besuch im April 2013 logierte der Dalai Lama im Les Trois Rois, wie ein Gästebuch-Eintrag verrät.

Die Ansprüche an das Hotel sind laut Gyaltsen bescheiden: «Es muss sauber sein und sollte in der Nähe des Veranstaltungsortes liegen.» Viel Stauraum für das Gepäck sei nicht vonnöten, denn der Dalai Lama reise lediglich mit zwei Mönchsgewändern an. Seine Gefolgschaft hingegen ist mit buddhistischen Büchern und Glücksschleifen – Kathak genannt – ausgestattet. «Diese überreicht der Dalai Lama bei seinen Begegnungen als Geschenk der Begrüssung und des Dankes.»

Tagwacht um 3 Uhr

«Dem Dalai Lama ist sein Tagesrhythmus besonders wichtig, auch wenn er auf Reisen ist», erzählt der Sonderbeauftragte. Tagesbeginn ist um 3 Uhr morgens, damit dem Religionsführer genügend Zeit bleibt, um sein Frühstück einzunehmen und Morgengebet und -meditation zu vollziehen.

Um 9 Uhr beginnt dann sein Tagesprogramm. Am Samstag und Sonntag lädt er in der St. Jakobshalle zu buddhistischen Vorträgen und Ritualen ein. Rund 7500 Besucher aus über 50 Ländern werden zu den Unterweisungen des Dalai Lama in Basel erwartet.

Am Mittag stehen verschiedene Treffen an. So etwa am Samstag mit der Regierung. Wo und was gespeist wird, konnte Regierungssprecher Marco Greiner nicht verraten. Laut Gyaltsen isst der Dalai Lama jedoch alles: «Ein buddhistischer Mönch nimmt an, was ihm offeriert wird». Lediglich am Sonntag werde er sich vegetarisch ernähren, da an diesen Tag eine tantrische Segnung auf dem Programm stehe, die den Verzehr von Fleisch untersagt.

Keine Zeit für Sightseeing

Nach dem intensiven Tagesprogramm gehe der Dalai Lama zurück ins Hotel. «Gegen 17 Uhr nimmt er einen Tee und ein paar Snacks zu sich». Da sich der fast 80-Jährige bereits gegen 18 Uhr schlafen lege, bleibe ihm keine Zeit, die Sehenswürdigkeiten Basel zu geniessen, bedauert Gyaltsen.

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