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Dalai Lama kommt zur Eröffnung des neuen Tibethauses nach Frankfurt

FRANKFURT – Der Dalai Lama wird am 12. September feierlich das neue Tibethaus in Frankfurt eröffnen. Bei seinem dreitägigen Besuch wird das spirituelle Oberhaupt des tibetischen Buddhismus auch in der Jahrhunderthalle in Höchst zu seinen Anhängern sprechen und an einem wissenschaftlichen Symposium teilnehmen,wie der Geschäftsführer des Tibethauses Deutschland, Puntsok Tsering, am Mittwoch ankündigte. Insgesamt werden rund 9000 Besucher an den drei Tagen erwartet, darunter auch rund 1500 hessische Schüler.

Neben New York wird Frankfurt von Tibets geistlichem Oberhaupt als einzige offizielle Vertretung ausserhalb seines Sitzes im nordindischen Dharamsala anerkannt. Dort lebt er im Exil. Das neue Tibethaus ist künftig auf rund 600 Quadratmetern in einer ehemaligen Professorenvilla auf dem früheren Frankfurter Uni-Campus nahe der Messe untergebracht. Die Kosten von rund drei Millionen Euro wurden mit Mitgliederspenden aufgebracht, sagte Tsering.

Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker (CDU) bezeichnete das neue Haus als „Brücke nach Tibet“. Der Dalai Lama, der zum dritten Mal nach Frankfurt kommt, sei ein „guter Freund der Stadt“.

Der offene Empfang in Frankfurt sei angesichts der möglichen politischen Komplikationen mit China „mutig und richtig“, sagte der renommierte Hirnforscher Prof. Wolf Singer, der dem Dalai Lama persönlich verbunden ist. Dies beweise die Toleranz Frankfurts.

Singer gilt als einer der führenden deutschen Neurophysiologen. Er wird am 14. September mit dem Dalai Lama über das Thema „Mitgefühl und Gemeinschaft“ und „Globale Verantwortung“ diskutieren.

 

Darmstädter Echo, 28.6.17
Recherche: Jan T. Andersson

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