Dalai Lama

Presseberichte zum Besuch des Dalai Lama in Frankfurt

Frankfurter Neue Presse, 9.8.2017

Promi-Aufgebot für den Dalai Lama

Der Dalai Lama stattet der Mainmetropole – mal wieder – einen Besuch ab. Von Dienstag, 12., bis Donnerstag, 14., September, gastiert Tenzin Gyatso, wie der Dalai Lama heißt, unter dem Motto „Offenheit, Dialog, Vertrauen“ in Frankfurt und eröffnet unter anderem das neue Tibethaus an der Georg-Voigt-Straße im Westend.

Weitere Programmpunkte sind eine Diskussion mit Schülern zum Thema „Zukunft gemeinsam gestalten“ oder ein Symposium mit renommierten Wissenschaftlern, durch das Fernsehmoderator Gert Scobel führt. Eines der Highlights ist das Benefizkonzert mit dem Titel „Sound of Compassion“ (deutsch: Klang des Mitgefühls), das am Donnerstagabend in der Jahrhunderthalle steigt.

Mit von der Partie sind Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld , Rapper Curse, der tibetische Flötist Mawang Khechog, Musiker, Sänger und Cartoonist Loten Namling, Musikerin Serlha Tawo sowie Komponist und Trompeter Markus Stockhausen, der mit der Weltmusikgruppe „Eternal Voyage “ auftreten wird. Den Abend moderiert Schauspieler Ralf Bauer, der auch schon moderierte, als der Dalai Lama 2009 in der Commerzbank-Arena sprach. „An diesem Abend bringen wir das Gefühl des Himalaya in die Jahrhunderthalle“, prognostiziert Ralf Bauer. „Als das Tibethaus mich fragte, ob ich wieder moderieren wolle, habe ich mich sehr gefreut“, so Bauer, der sich bereits seit vielen Jahren für eine leidgeprüfte Tibetische Bevölkerung einsetzt.

„Der Anlass, dass der Dalai Lama kommt, ist ein großer. Aber es ist nicht wirklich ganz einfach, tibetanische Künstler zu promoten“, erklärt Bauer, der auch deshalb die Mischung aus deutschen, tibetischen und internationalen Musikern an diesem Abend für gut hält. Außerdem singt Liedermacherin Sarah Lesch . 30 Minuten stehen der 30-jährigen Leipzigerin zur Verfügung. Aber: „Ich bereite mich nicht eigens auf dieses Konzert vor.“ Vielmehr achte sie auf ihr „Bauchgefühl“. „Ich weiß auch noch nicht, welche Lieder ich spielen werde“, erklärt die Musikerin, deren neues Album „Da Draußen“ am Freitag erscheint. „Das entscheide ich erst vor Ort, wenn ich ein Gefühl für das Publikum bekommen habe“, erklärt sie.

„Das macht meine Musiker auch immer ein bisschen verrückt“, lacht sie. Auf ein Lied will sie allerdings nicht verzichten: „Testament“, das sie einst für ihren Sohn schrieb, das sich allerdings auch gegen die Verrohung in der Welt richtet und mit dem sie einige Preise gewann. Den Dalai Lama hat sie noch nie getroffen. Klar, dass sie sich freut, ihn zu sehen. Ob das allerdings an diesem Abend passieren wird, bleibt fraglich, denn der 82-Jährige pflegt sehr früh, gegen 16 Uhr, schlafen zu gehen. „Ich bin selbst keine Buddhistin, aber ich beschäftige mich mit dem Buddhismus“, erzählt sie. Am Konzert nehme sie auch teil, „weil ich es sehr gut finde, dass eine Institution damit unterstützt wird, die sich für den interkulturellen Dialog einsetzt“. Zugesagt habe sie auch, „weil ich mich mit dem, was der Buddhismus vertritt, identifizieren kann. Das passt zu mir und zu dem, was ich spüre“, sagt die Frau mit den vielen Dreadlocks, die von sich sagt, „dass ich sehr spirituell bin, ohne es in eine bestimmte Kategorie zu ordnen“.

Die Einnahmen des Benefizkonzerts möchte die Tibethaus Kulturstiftung, welche die komplette, dreitägige Veranstaltung auf die Beine stellt und Gastgebrin des Dalai-Lama-Besuchs ist, für verschiedene Projekte verwenden. „Die Hälfte der Einnahmen kommt dem Verein des Tibethauses Deutschland zugute“, erklärt Puntsok Tsering , Geschäftsführender Vorstand des Tibethaus Deutschland Vereins.

„Die übrigen 50 Prozent werden unter den Projekten ,Tibeter in Deutschland, Identität und Integration‘, ,Schüler und Studenten im Tibethaus‘ sowie für die Tibet-Bibliothek und das Forum ,Buddhismus im Dialog‘ aufgeteilt“, so Tsering.

„Das Konzert bildet den kulturellen Höhepunkt und den Abschluss der Veranstaltung mit dem Dalai Lama“, sagt Tsering. „Sound of Compassion“ sei der unermüdlichen Arbeit des Dalai Lama für die tibetische Kultur und der Förderung von Toleranz gewidmet.

 

 

Metropolnews, 9.08.2017

Benefizkonzert zum Besuch des Dalai Lama

Frankfurt am Main – Am Donnerstag, dem 14. September 2017, um 20 Uhr wird in der Jahrhunderthalle ein Benefizkonzert mit herausragenden internationalen Musikern zum Anlass des Besuchs von S. H. dem Dalai Lama (12. bis 14.9.2017) in Frankfurt am Main stattfinden.

Im Rahmen des Konzerts werden Yvonne Catterfeld, Curse, Nawang Khechog, Sarah Lesch, Loten Namling, Markus Stockhausen + Eternal Voyage und Serlha Tawo auftreten. Durch den Abend wird Ralf Bauer führen. Die Veranstaltung wird organisiert von der Tibethaus Kulturstiftung, Gastgeberin des Dalai Lama Besuchs. Das Konzert bildet den kulturellen Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltungen mit dem Dalai Lama.

Die Liedermacherin Sarah Lesch sowie der Schauspieler und Moderator Ralf Bauer sind extra ins neue Tibethaus nach Frankfurt gekommen, um den anwesenden Journalisten zu verraten, was das Konzert für sie so besonders macht. Und Puntsok Tsering, geschäftsführender Vorstand des Tibethauses, berichtet, was er mit diesem Konzert bewirken möchte:

„Es ist eine große Ehre für mich, bei diesem Konzert mitmachen zu können und ein Teil davon zu sein. Meine Aufgabe als Liedermacherin sehe ich darin, zu schauen, was in mir und in der Gesellschaft vor sich geht und achtsam zu sein. Meine persönliche Grundhaltung und die des Tibethauses sind damit nicht weit voneinander entfernt. Denn die buddhistische Ethik orientiert sich sehr eng an dem, wofür ich stehe. Ich freue mich darauf.“ (Liedermacherin Sarah Lesch, deren drittes Album „Da Draussen“ in wenigen Tagen erscheint)

„Das Konzert deutscher und tibetischer Künstler ist für mich etwas ganz Außergewöhnliches. Durch die Tibeter habe ich eine andere Sichtweise erlangt. Musik kann als Brücke zwischen Deutschland und Tibet dienen, und wir können hier in Deutschland etwas zurückgeben für all das, was wir von den Tibetern lernen durften. Ich freue mich auf den Abend. Dies ist übrigens das zweite Konzert in Frankfurt mit einer Mischung deutscher und tibetischer Musik, das ich moderieren werde.“ (Ralf Bauer, Schauspieler, Moderator und langjährigen Tibetfreund)

„Für das Tibethaus ist das Benefizkonzert eine wichtige Veranstaltung. Am 13. und 14. September wird S. H. der Dalai Lama über globale Ethik sprechen und damit einen wichtigen Beitrag leisten. Im Konzert unter dem Titel „Sound of Compassion“ (Klang des Mitgefühls) spiegelt sich dann noch einmal seine unermüdliche Arbeit für die tibetische Kultur und die Förderung von Toleranz wider.

Alle Einnahmen fließen in die Projekte, für die sich die Tibethaus Kulturstiftung einsetzt. Dazu gehören neben all den anderen Aktivitäten des Tibethauses unter anderem auch Sprachkurse für Tibeter, die Förderung der Besuche von Schülern, der Aufbau der internationalen Bibliothek.

Mit all dem erfüllen wir den Auftrag, den das Tibethaus von S. H. dem Dalai Lama bekommen hat: Wir Tibeter sind Flüchtlinge, wir haben unsere Heimat verloren. Nun nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr und machen das buddhistisch basierte tibetische Wissen aus unserer 2000-jährigen Tradition für die Menschen, die es interessiert, zugänglich. Wir sind davon überzeugt, dass die Gesellschaft heutzutage davon profitieren kann. Im Sinne der globalen Ethik des Dalai Lama möchten wir hier gemeinsame Werte kultivieren.“ (Puntsok Tsering, Vorstand Tibethaus Deutschland/Tibethaus Kulturstiftung)

Weitere Informationen zum Benefizkonzert und allen weiteren Veranstaltungen unter: www.dalailama-frankfurt.inf.

Das Tibethaus Deutschland steht seit seiner Gründung 2005 unter der Schirmherrschaft des Dalai Lama. Es hat seinen Sitz in Frankfurt am Main und ist eine Art „Tibetisches Goethe- Institut“, ein Kulturinstitut, das national und international tätig ist. Die Tibethaus Kulturstiftung wurde Mitte 2016 gegründet. Zweck und Ziel der Stiftungsgründung sind, die Aktivitäten des Tibethauses intensiv zu unterstützen.

 

Recherchiert von Jan T. Andersson

 

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