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Spion in Schweden verurteilt

Ein Tibeter, der in Schweden im Auftrag Chinas die dortige exil-tibetische Gemeinschaft ausspioniert haben sollte, wurde zu einer Haftstrafe von 22 Monaten verurteilt. Der 49-jährige Tibeter Dorje Gyaltsen wurde bereits im Februar 2017 verhaftet und nun von einem Bezirksgericht wegen «Spionage» für schuldig befunden.

Das Gericht bezichtigte ihn, von Juli 2015 bis zu seiner Verhaftung durch die Spionage «grossen Schaden für die Tibeter in Schweden und im Ausland» verursacht zu haben. Er habe sich mehrfach mit einem chinesischen Verbindungsoffizier in Polen getroffen, um Informationen über tibetische Familien in Schweden, deren politische Aktivitäten, Treffen und Reisen zu übermitteln. Dafür habe er umgerechnet etwa 6’000 Franken Belohnung erhalten.

Der Verteidiger von Dorje Gyaltsen teilte mit, dass sein Mandant sich keiner Schuld bewusst sei; er habe nicht gewusst, dass es sich bei seinem Partner in Polen um einen Geheimdienstoffizier handelte.

National Post, 15. Juni 2018 / Dr. Uwe Meya

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