China Focus International

Warum die Weltgesundheitsorganisation die Diktatur China hofiert und der Demokratie Taiwan die kalte Schulter zeigt

Die WHO preist im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise auffällig oft das Vorgehen Pekings. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Einer der Gründe ist sicherlich auch die erfolgreiche Personalpolitik Chinas in der Uno.

Betrachtet man das Uno-System als Ganzes, so fällt auf, wie China seit Jahren seine Position ausbaut. Teilweise füllt Peking ein Vakuum, das durch das demonstrative Desinteresse Washingtons an multilateralen Foren entstanden ist. Peking verfolgt eine gezielte Personalpolitik und versucht unter anderem, seine Vertreter an die Spitze von Uno-Organisationen zu hieven. Mit Erfolg: 4 von 15 technischen Organisationen der Uno werden gegenwärtig von Chinesen geführt.

Im Allgemeinen nehme China seinen Einfluss in der Uno sehr geschickt und diplomatisch wahr, «mit der diplomatischen Feder, nicht mit dem Hackebeil», sagt Wientzek. Doch es gebe Ausnahmen, etwa die Menschenrechte – und die Frage der Teilnahme Taiwans an internationalen Foren. Trotz der Coronavirus-Pandemie fährt Peking gegenüber Taipeh eine harte Linie und widersetzt sich jeglicher Teilnahme Taiwans im Rahmen der WHO. 

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel von Patrick Zoll (am 06.04.2020 in der NZZ erschienen).

Foto: Naohiko Hatta / Getty

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