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Staudämme in Tibet führten zu Dürre in Südasien

Die International Campaign for Tibet (ICT) nimmt einen Bericht der Organisation Eyes on Earth Inc., einem Zusammenschluss von Fotografen und Journalisten, auf, der auf den Zusammenhang zwischen dem massiven Bau von Staudämmen in Tibet und Wassermangel in Südasien hinweist. Dieser Bericht bestätigt frühere Vorwürfe an China, es würde ohne Rücksicht auf Anrainerstaaten Dämme in Tibet errichten und den Wasserabfluss nach Gutdünken regulieren.

Die Studie von Eyes on Earth verfolgte über 28 Jahre die Pegelstände am Mekong-Fluss in Chiang Saen in Thailand und ihren Zusammenhang mit dem erwarteten Wasserabfluss in seinem Oberlauf in Tibet. Seit 2012 sei die vorherige Korrelation zwischen Wasserabfluss und Pegelständen nicht mehr zu beobachten. In diesem Jahr wurden in Tibet mehrere Dämme und Stauseen fertig gestellt. Besonders auffällig sei das Jahr 2019 gewesen, als es zu einem überdurchschnittlichen Wasserabfluss im Oberlauf des Mekong kam, der Wasserstand am Unterlauf in Thailand aber extrem niedrig war. So litten die Anrainerstaaten im letzten Jahr unter extremem Wassermangel.

Bereits 2015 hatte ICT in ihrem Bericht «Blue Gold From The Highest Plateau» auf «Chinas Wasserraub» durch den Staudammbau in Tibet hingewiesen, mit dem auf rücksichtslose Weise mehr als 1 Milliarde Einwohner in Südostasien von Wassermangel und Dürre bedroht werden.

ICT, 14. April 2020 // Dr. Uwe Meya

Foto: ICT – Karte mit eingezeichneten Staudämmen

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