Focus Tibet

Tibeter bei Strassenkontrolle in den Fluss gestossen und stirbt

Seit einiger Zeit führt die Polizei in der Präfektur Yushu im Norden Tibets stichprobenartig Verkehrskontrollen durch. Bei einer dieser Kontrollen wurde ein Tibeter, der sich zunächst der Kontrolle widersetzte, in den Drichu-Fluss gestossen, wo er sehr wahrscheinlich ertrank.

Der 50-jährige Rigdrak habe zunächst die in Zivil gekleideten Personen nicht als Polizei erkannt und aufgefordert, sich auszuweisen und den Grund der Kontrolle zu nennen. Einer der Polizisten habe ihn darauf in den Fluss gestossen, wo er unterging und verschwand. Ein weiterer Tibeter, der 26-jährige Sherab Gyatso, der ihm zu Hilfe eilen wollte, wurde durch einen Schuss verwundet. Rigrak hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Seit Juli kam es in Yushu im Vorfeld des 70. Jahrestages der Gründung der Präfektur immer wieder zu Kontrollen, während derer die Polizei vor allem Mobiltelefone nach Inhalten und Nachrichten in sozialen Medien kontrollierte. Schon einige Tage vorher seien laut Informanten drei Tibeter wegen des Teilens verbotener Fotos verhaftet worden.

Radio Free Asia, 16. August 2021 // Dr. Uwe Meya

Foto: Free Tibet Campaign

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  1. Ich bin erschüttert weil ich seit Jahren sehr regelmässige Kontakte zu Flüchtlingen aus den verschiedensten Ländern habe. Seit 10 Jahren kenne ich viele TibeterInnen. Ohne jegliche Funktion oder Rolle konzentriere ich mich auf basispolitischer Ebene von Kulturaustausch und Alltagsintegration – wobei Integration ja nur gegenseitig gelingt! Neu habe ich auch Kontakte zu Uiguren und zu Afghanen. Wir begegnen einander offen und klar mit gegenseitigem Vertrauen auf gleicher Ebene. Auf http://www.speakbird.ch seht Ihr mehr dazu. Von Tibet höre ich am Radio kaum mehr etwas. Bitte engagiert Euch auch auf diesem Alltagsmedium. Vielen Dank für Eure so wichtige Arbeit!

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