China Focus

Behörden lassen über 30 Meter hohe Buddha-Statue zerstören

Behörden in Dragko im Osten Tibets haben eine über 30 m hohe, erst vor 6 Jahren errichtete Buddha-Statue aus Bronze abreissen lassen. Dazu wurden auch 45 Gebetsräder und zahlreiche in der Nähe angebrachte Gebetsflaggen zerstört.

Die Statue war im Jahre 2015 errichtet worden, um Erdbeben wie dasjenige, das die Region 1973 erschüttert hatte, abzuwehren. Die Kosten für die Errichtung der Statue beliefen sich auf umgerechnet ca. CHF 6 Millionen und sollen durch Spenden der lokalen Bevölkerung getragen worden sein. Der Wert der zerstörten Gebetsräder wird auf nochmals umgerechnet ca. CHF 260’000 beziffert.

Angeblich sei die Statue damals mit Genehmigung der lokalen Behörden errichtet worden. In den letzten drei Jahren seien Inspektoren erschienen und hätten die Grösse der Statue bemängelt. Der Abriss erfolgte nach Widerruf der Genehmigung, nun mit der Begründung, die Statue sei zu gross. Die Zerstörung der Gebetsräder erscheint damit aber immer noch willkürlich.

Erst im November war am gleichen Ort die Gaden Rabten Namgyaling Schule auf behördliche Weisung abgerissen worden. Das Gebäude habe gegen ein Gesetz verstossen, das Schulbauten in dieser Zone nicht erlaubt. Die Schulleitung wurde aufgefordert, innerhalb von 3 Tagen selbst Hand an den Abriss zu legen, sonst würde die Schule durch die Regierung abgerissen und alles Inventar beschlagnahmt.

Die Schule stand unter der Leitung des Klosters Dragko und bot Schülerinnen und Schülern Ausbildung in tibetischer Kultur und Religion. Zwischen 2014 und 2018 war das Gebäude renoviert worden.

Bilder der Statue: https://tibet.net/cultural-revolution-like-crackdown-china-demolished-a-sky-high-buddha-statue-and-45-huge-prayer-wheels-in-drakgo-tibet/, Bericht in tibet.net vom 28. Dezember 2021 // Dr. Uwe Meya

Foto: Central Tibetan Administration

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