Liebe Organisatorinnen und Organisatoren der TGSL, liebe Gäste, Tashi Delek
Vielen Dank, dass ich heute an diesem besonderen Anlass – der Nobelpreisfeier – einige Worte sagen darf. Ich weiss, das Programm ist voll, deshalb halte ich mich kurz.
Mein Name ist Nordön Pema. Ich bin in der Schweiz geboren und habe Tibet selbst nie gesehen. Aber je älter ich wurde, desto stärker wuchs in mir das Interesse an Tibet. So begann ich als Sektionsmitglied beim VTJE, später im Arbeitskomitee der TGSL Sektion Rapperswil-Jona und nun als Präsidentin der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft. Diese Erfahrungen haben mich sehr bereichert. Ich habe viel über die Geschichte, die Kultur und die politische Situation Tibets gelernt – und vor allem habe ich Menschen kennengelernt, die sich mit Herzblut für Tibet einsetzen.
Was ist die GSTF – und warum gibt es uns?
Die GSTF pflegt die Freundschaft zwischen Tibeter:innen und Nicht-Tibeter:innen in der Schweiz.
Wir engagieren uns politisch, kulturell und sozial.
Unsere Aufgaben sind:
- Die Anliegen der tibetischen Gemeinschaft an die Schweizer Bevölkerung heranzutragen.
- Die Tibet-Thematik national sichtbar zu machen.
- Politische Vorstösse anzuregen und den Bundesrat über die Lage in Tibet zu informieren.
Wir sind die einzige Organisation in der Schweiz, bei der auch sehr viele Nicht-Tibeter:innen Mitglieder sind. Wir sind gesamtschweizerisch tätig und verfügen als einzige Organisation über bezahlte Geschäftsstellen-Koordinatorinnen. Mit den Sektionen haben wir einen sehr engen Austausch – sie sind unser aktives Herz. Wer im Vorstand oder in einer Sektion mitmacht, kann wirklich etwas bewegen und eigene Ideen einbringen. Zum 40-jährigen Jubiläum durften wir sogar eine Urkunde von S.H. dem Dalai Lama dankend entgegennehmen.
Heute haben wir rund 1’500 Mitglieder – etwa 10 % davon Tibeter:innen. Es wäre sehr schön, wenn gerade aus der tibetischen Gemeinschaft noch mehr Menschen dazukämen.
Ein paar Beispiele unserer Arbeit:
- Mitorganisatoren der Initiative «WeRunForTibet»
- organisieren Podiumsdiskussionen, oft in Zusammenarbeit mit anderen Tibetorganisationen
- arbeiten an politischen Themen wie zurzeit „Transnational Repression“mit
- organisieren Flaggenkampagnen mit Schweizer Gemeinden rund um den 10. März
- erstellen das tibetfocus-Magazin und unser Newsletter
- organisieren den Sechseläuten-Kinderumzug
- sind mit Infoständen an kulturellen Anlässen präsent, um Bewusststein für die Sache Tibet’s zu schaffen.
- organisieren das Lindenbergfest Basel gemeinsam mit der TGSL
- An unseren Anlässen wird wann immer möglich Swiss Dögar engagiert
- organisieren Momo-und Bhuddismus-Workshops: Hierzu wird es einen zum Thema Mitgefühl am 14.02.2026 in Zusammenarbeit mit dem Tibetinstitut Rikon geben.
- brachten das Globibuch raus. Dieses Jahr wurden 700 auf tibetisch übersetzte Bücher an Tibeter-Schulen verschenkt.
Das alles gibt es nur, weil Menschen wie ihr mithelfen.
Warum ich heute hier bin – unser Wunsch
Nur rund 10 % der Mitglieder sind Tibeter:innen. Es wäre sehr schön, wenn gerade aus der tibetischen Gemeinschaft noch mehr Menschen dazukämen.
Das Durchschnittsalter unserer Mitglieder ist zudem sehr hoch. Sie engagierten sich jahrelang und es ist nun an der Zeit, dass sie ein wenig ruhen können. Ich appelliere deshalb an euch: Wir brauchen weitere junge, engagierte Mitglieder. Natürlich kann man sich auch passiv engagieren. Falls ihr mehr über den Verein erfahren möchtet:
- Wir haben unten einen Infostand und stehen darüber hinaus jederzeit zur Verfügung.
- Ihr könnt jederzeit bei uns schnuppern.
- Am 31. Januar 2026 haben wir einen Tag der offenen Tür in der Binz.
- Im April 2026 wird es einen Vorstandswechsel geben – es wäre toll, wenn ihr euer Interesse bekundet.
Ich danke der TGSL herzlich für diese Möglichkeit, heute zu euch zu sprechen.
Und ich danke euch allen fürs Zuhören.
Tashi Delek – und einen wunderschönen Abend.