Vor einem Jahr, am 31. Juli 2025, wurde Zhang Yadi (vielen unter ihrem Pseudonym Tara bekannt) in der VR China festgenommen. Seitdem gibt es kein bestätigtes Lebenszeichen von ihr. Ihre Familie, ihre Freund*innen und ihr Lebenspartner wissen nicht, wie es ihr geht. Auch über eine formelle Anklage, ihren Gesundheitszustand oder den Zugang zu rechtlichem Beistand liegen keine verlässlichen Informationen vor.
Tara ist eine junge chinesische Anthropologin, die sich friedlich für die tibetische Kultur, Sprache und die Rechte der Tibeter*innen engagierte. Gemeinsam mit anderen jungen Menschen schuf sie einen Raum für den Austausch zwischen Tibeter*innen und Chines*innen. Sie wollte Vorurteile abbauen, gegenseitiges Verständnis fördern und chinesischsprachigen Menschen die tibetische Perspektive näherbringen. Nach ihrem Studium in Frankreich hatte Tara ihren Lebensmittelpunkt nach Deutschland verlegt.
Taras Fall zeigt, wie weit die chinesische Regierung geht, um Stimmen für Tibet zum Schweigen zu bringen. Selbst ein dialogorientiertes Engagement ausserhalb der VR China kann Menschen gefährden, sobald sie in den Machtbereich der chinesischen Behörden gelangen.
Der Fall von Tara entfaltet eine abschreckende Wirkung auf die chinesischen und tibetischen Diaspora-Gemeinschaften und kann ihr künftiges politisches, zivilgesellschaftliches und kulturelles Engagement nachhaltig beeinträchtigen.
Wir fordern: Freiheit für Tara
Auch Sie können dazu beitragen, dass Tara nicht vergessen wird. In unserem Aktionskit finden Sie Hintergrundinformationen, Textvorlagen und Bilder, mit denen Sie selbst Politiker*innen anschreiben oder in Ihrem Umfeld auf ihren Fall aufmerksam machen können.
Tenzyn Zöchbauer
Geschäftsführerin der Tibet Initiative Deutschland